Dravit



retina

Dravit, aus Australien, der braune Turmalin
Verreibung C1, C2, C3, am 13.04.2011
Verreibung C4,C5 am 25.7.2011
Formel: NaMg3Al6[(OH)4|(BO3)3|Si6O18]
Eigene mineralogisch definierte Turmalinart
 
 
Aus "Geheimwissenschaft im Umriss"
Am Anfang war die Wärme (Saturnzustand),
Dann entwickelte sich im Luftigen das Licht
und die Dunkelheit (Sonnenzustand).
In einem neuen wässrigen Entwicklungsschritt (Mondenzustand)
Entstanden die Regenbogenfarben (Arche Noah).
Erst in der Verdichtung (Erdenzustand)
kam es zu den Erdfarben.
Die Erdfarben können sich auch wieder
zu einer hohen Reinheit entwickeln,
wie wir dies in den Edelsteinen -
vorzüglich im Turmalin - bestaunen können. 
In den Edelsteinen erblüht die dunkle Erde
wieder zu lichtvoller Pracht.
So können die Erdfarben nicht nur als Endpunkt,
sondern auch als Prozessfarben
durch das Dunkle ins Lichthafte verstanden werden.
(Rudolf Steiner)

 
Wir verreiben am 13.4.2011 eine braun-gelbe Turmalin-Edelsteinscheibe aus Australien, sie ist für Dravit ungewöhnlich klar durchscheinend und in einer sehr guten Qualität, in der Mitte ist ein Dreieck angedeutet. Dravitkristalle wurden von den Schamanen der Aborigines zu Heilungszeremonien verwendet.

Braun ist mit Abstand die unbeliebteste Farbe (ca. 27% der Menschen empfinden es als unbeliebteste Farbe). Braun ist die Farbe der Nazis. Jeder hat Kleidungsstücke von braun, Holz ist braun. Es ist eine „Unfarbe". Ohne Braun würden man die anderen Farben gar nicht so wahrnehmen, es ist im Hintergrund und verschwindet im allgemeinen Hintergrundrauschen. Der Kontrast vom braunen Herbst und Winter zum grünen Frühling und Sommer.
 
Die Fragen während der Verreibung zielen darauf hin, tiefer in die Empfindung während der Verreibung hineinzuspüren. Das entspricht der Technik, die bei der Anamnese angewendet wird, um tiefere Schichten der energetischen Erkrankung zu erreichen.
 
C 1 Verreibung
 
Die Verreibung hört sich an wie Kohlenwägen, die unter die Erde gehen, die in den Stollen hineinfahren...
Braun = Zur Erde wirst Du wieder zurückkehren.
Mir kommt es vor wie ein Opfer, mir hat es Leid getan, dass ich ihn (den Stein) zerdrücken musste.

Erzähl zu Opfer!
Opfer = das Lamm Gottes = die Unschuld.

Der Mensch hat die Unschuld verloren, deswegen muss er opfern, um die höhere Macht günstig zu stimmen, weil er vom Schicksal geworfen auf Glück oder das Los des Lebens angewiesen ist. Das Opfer ist wahnsinnig brutal, ein Lamm kann sich nicht wehren, so wie ein Kind. Das Opfer steht im Sinne einer höheren Idee.

Erzähl zu höherer Idee!

Eine Sache muss aus dem Leben verschwinden, um für einen anderen seinen weiteren Weg zu bestimmen. Es soll die höhere Macht gnädig stimmen. Das Opfer beinhaltet Selbstlosigkeit im Sinne von Idealismus, sich einer höheren Sache stellen, aber auch im Sinne von Gehen und Vergehen.

Mehr zu Selbstlosigkeit!

Im Grunde gibt man als Eltern viel für die Kinder. Man gibt in der Liebe für sie und hofft, dass es ihnen gut geht. Eltern geben viele Opfer für die Kinder. Über ein strahlendes Kinderlächeln bekommt man Geschenke zurück. Geben und Nehmen muss in einer Balance stehen. Aber die Opfer kommen auch von den Kindern zu den Eltern wieder zurück, dann gehen die alten Eltern.

Das ganze Leben ist ein Opfer, der Baum opfert seine Blätter, die werden wieder zu Dünger. Alles ist immer ein Kommen und Gehen. Vielleicht ist das Opfer auch ein Statthalter für das was jeder im Leben erlebt. Jeder muss irgendwann mal gehen. Das Opfer ist das Ritual des Vorwegnehmens - weil man sich nicht damit beschäftigen will, es verdrängen will. Wir sind ganz klein und wissen nie wann wir gehen müssen.

Was ist Vorwegnehmen?

Etwas anderes wird an meiner Statt geopfert, so erlebe ich im Unterbewussten diesen Akt schon etwas mit, aber ich verdränge ihn in einen Statthalter.

Was ist Statthalter?

Ich muss es nicht selber machen, sondern ein anderes Wesen, ein Lamm oder hier ein Stein übernimmt eine Rolle für mich - in einer anderen Ebene mit der wir uns nicht beschäftigen.

Beschreib die andere Ebene?

Zieht die Achsel hoch: ich weiß es nicht.

Die Schamanen-Welt ist eine Wirklichkeit in der wir nicht zu Hause sind. Schamanen sind heilige Männer und Frauen, die als Statthalter für einen in diese andere Dimension und Welt gehen um dort für den Menschen zu erfahren, was in dieser anderen Dimension los ist. Das ist auch ein Opfer. So habe ich bisher den Heiler nicht gesehen, dass er ein Opfer ist für den anderen. Je nach dem wie groß sein Ego ist, kann er sich gut fühlen.

Der eine macht das für den anderen - also altruistisch, idealistisch. Der andere beräuchert sein Ego, weil er sagen kann: ich erweise Dir einen großen Dienst, gehe in die andere Ebene und schaue wie ich Dir helfen kann.

Als Helfer ist man immer in der stärkeren Rolle und der andere in der Schwächeren. Es gibt viele Helfer als Heiler. Im Grund können wir alle nicht leben, ohne dass uns einer hilft. Es gibt Menschen, die lehnen Hilfe ab, die, die dem Mammon ergeben sind: ich bin stark, weil ich Geld habe...Es gibt auch Menschen, die Verbindung suchen mit dem anderen, um ihm zu helfen.
 
Die Zeit bei der Verreibung kommt mir kurz vor, sonst ist es eher umgekehrt.
 
Ich glaube, dass wir alle immer in verschiedenen Dimensionen leben, wir haben unsere Traumwelt und unsere Illusionswelt. Im Grunde ist kein  Mensch bereit, über seine innere Illusionswelt zu reden - Da ist die Frage, wer ist er selber? Aber da der Mensch nicht still ist - außer in Meditation - leben wir immer in parallelen Welten. Die Frage ist, ob die Welt diese Welt unserer Realität ist, oder eine Dimension der Welt, die wir imaginieren, oder ob sie erst durch unsere Imagination entsteht.

Was macht das für einen Unterschied?

Wenn die Weltdimension erst entstünde, das würde bedeuten, dass wir eine sehr hohe Freiheit und Entscheidungsverfügung hätten. Wenn alles vorgebildet wäre, dann wären wir nicht wirklich frei.
Stell dir vor: Du denkst was und kreierst dadurch die Wirklichkeit selber, d.h. davor war sie gar nicht... Damit erzeugst Du dein eigenes Bild von dieser Welt. Du siehst diese Welt auch für Dich einzigartig. Du hast deine individuellen Sinne und Kompensationen, diese verschiedenen Bahnen gleichen sich völlig aus. Wenn Du schlecht siehst, dann nimmst du die anderen Menschen anders wahr, als jemand anderes. Je älter ich werde, kommt mir vor, ich schau ein Gesicht an und weiß, was in dem Menschen los ist. Das Gesicht ist immer mehr wie eine offene Landkarte.

Aber man kann nicht genau sagen, warum sind die Menschen traurig, warum sind sie nörglerisch und unzufrieden. Ich bin ein Farbenmensch, ich kann auch die Lebenssituationen emotionell mit Farben belegen, wo ich mit Geräuschen gar nicht viel verbinde. Jeder bildet sich dadurch sein eigenes imaginatives, persönliches Lebensbild heraus, mit dem er gut zu Recht kommt. In dem Sinne kann man die Behinderung von einer anderen Seite sehen, denn außerhalb der Norm darfst Du andere Fähigkeiten entwickeln, die andere Welten erzeugen. Wir sehen Behinderung und Alter als Tabu, aber es bedeutet das Gegenteil: Es bereichert die Welt durch andere Facetten, durch das Anderssein...Ich empfinde das Bild: Ehrfurcht vor dem Alter, vor diesem klar Geformten, dem Kristall.

Wir sind einem Jugendwahn verfallen - leben in einer respektlosen Zeit - der Respekt vor dem alten Menschen oder dem Behinderten war früher größer... Altern ist ein schwieriger Prozess, das Aushalten, die Geduld, die Trauer, das ist das Alter. Der Stein ist das Älteste, was wir auf der Welt haben, er ist aus der Lava der Erde hervorgetreten. Wir leben auf einer dünnen Kruste und darunter ist flüssige Lava. Der Stein ist der Organismus, der in Kontakt mit der Lava war, er ist der einzige, der das erlebt hat.

Was erzählt er?

Zunächst mal gar nichts - er IST einfach. Lausche!

Unheimliche Stärke, unheimliche Energie ist im Stein. Wir zerfließen alle zu Staub, aber ein Stein bleibt Stein, er behält seine Energie zusammen. Wir zerfließen in Milliarden Teilchen und enden im Chaos, wir wissen nicht, ob es ein Überleben nach dem Tod gibt. Der Stein bleibt, er braucht eine Kraft, dass er sich in seiner Form, seiner Geometrie halten kann.

Sich halten in der Kraft, was bedeutet das?

Das ist absolut antipodisch zum Menschenleben, bei uns passiert ganz was anderes, wir müssen immer wieder re-agieren, uns anpassen, beweglich sein. Der Stein hat eine Ordnung, die er selber erzeugt hat, der Mensch kennt so eine starke Ordnung nicht. Je besser der Mensch seine Ordnung für sich gehalten hat, umso älter kann er werden...Was ist Ordnung? Ordnung ist eine Richtung!

Was ist Richtung?

Jeder hat einen Weg, wir suchen den Weg, ein Stein hat den Weg schon gefunden. Der Mensch muss durch diese Ordnung einen Weg finden, unsere Welt ist eine brüchige Welt. Im Grunde muss ich als Mensch sagen, dass ich auf einer dünnen Erd-Schale sitze, dass darunter flüssiges Erz ist mit Magnetströmen, es ist ein Wunder, dass das überhaupt so funktioniert auf der Erde. Wenn ich zum Vergleich in einen Luftballon flüssiges Erz reintue - das hält nicht. Wieso hält die Erde überhaupt? Was hält die Erde überhaupt zusammen?

Mehr zu Richtung!

Mir kommt der Gedanke: Wenn man sieht, wie brüchig alles ist, ist es lustig, wie wir Menschen uns alle in einem Lebens -Rhythmus der Pflichten bewegen, anstatt zu sagen, wir freuen uns des Lebens und genießen die Welt. Stattdessen machen wir uns das Leben schwer, hauen uns die Köpfe ein, bringen uns um und machen Kriege. Das Alles passiert in dieser Brüchigkeit.

Was ist Brüchigkeit?

Brüchigkeit ist keine Stabilität, ein kleiner Windhauch, der Sandkörner verweht, kann einen Vulkan zum Ausbruch bringen. Nichts ist stabil, Stabilität ist Illusion.

Keiner weiß über die Zeit, die ihm zum Leben bleibt. Der eine bricht plötzlich, wie ein Glas, und der andere kann nicht von dieser Welt gehen...Wir machen uns das alles nicht bewusst. Wir brauchen Demut über diese Brüchigkeit des Lebens - dass es keine Stabilität gibt, dass wir das nur verdrängen, wie klein wir sind - wir sind Sandkörner in diesem Weltall. Jeder Mensch gibt sich eine Bedeutung, er kreist um sich, er leidet, er teilt aus, er streitet, er liebt, das ist ein großer Kontrast zu dieser Brüchigkeit.

Was ist Kontrast zur Brüchigkeit?

Lachen und Weinen - das sind unsere Emotionen. Leben ist Lachen und Weinen, Freude und Trauer. Das was uns bleibt, ist Lachen und Weinen, wo geht diese Energie hin? Echte Erinnerung und Erfahrung bleibt immer an Lachen und Weinen gebunden. Das eine gibt es nicht ohne das andere - ohne Lachen kein Weinen und ohne Weinen kein Lachen. Wenn wir das Leben gelebt haben, bleiben nur die Emotionen...Die verschiedenen Ebenen, die anderen Bereiche des Bewusstseins: Unsere Imaginationen und Illusionen, dadurch formen wir was in der Realität des Lebens...unsere Gedanken, unsere Emotionen formen ebenso...Die Imaginationen kommunizieren, wie wenn sie ein eigenes Leben haben. Wenn sie stark sind und sich mit anderen Menschen verbünden, die ähnliche Gedanken und Imaginationen haben, werden sie stärker und dominieren dann, das prägt die Zeitgeschichte. Die Zeitgeschichte können wir aber in der Zeit, in der wir jetzt leben, nicht verstehen. Dass keiner über die Wünsche und Träume, seine Illusionen und Imaginationen, redet, das ist das geheimnisvolle Leben. Findet man dieses geheimnisvolle Leben, wenn man aus diesem Leben geht?

Was ist ein geheimnisvolles Leben?

Es ist unsichtbar, es ist nicht sichtbar, sondern nur fühlbar. Aber über dieses Fühlbare kommunizieren wir nicht, wir ahnen es nur. je nach dem, wie viel wir von dieser Dimension des Gefühls verstehen. Fühlen ist nicht das, was wir als Realität bezeichnen. Das ist der weiseste Stein, den wir je verrieben haben, er ist der unscheinbarste, aber der Weiseste, wobei er ja in Scheiben geschnitten gar nicht so unscheinbar aussieht.
 
C 2 Verreibung
 
Der Stuhl ist heiß, wie auf der Erdkruste. Wir nehmen gar nicht wahr, auf welchem heißen Topf wir sitzen.

Es hört sich einschläfernd an - wie ein Zug auf einem Gleis. Transsibirische Eisenbahn, wie die Waggons, die in den Stollen fahren. Kohleabbau - Bergmänner - Bergmänner vom Erzgebirge. Der Engel hält das Licht und der Bergmann hält auch das Licht, da gab es keine Elektrizität, da mussten sie Kerzen tragen.

Das ist unheimlich, ich hätte Angst, das stürzt ein.

Was ist einstürzen?

Alles um dich herum ist wie in einer Grotte, es könnte alles um Dich herum zusammenbrechen. Mir tut jetzt schon die Schulter weh, wie verrenkt...

Was ist mit dem Körper?

Wie wenn ich meinen Arm in Gips hätte, der ganz steif ist. Man kann sich nicht mehr bewegen, so abgewinkelt kommt es mir vor, wie Gips, als würde ich Gips anrühren. Vorher hat mir der Zahn wehgetan, der hat getuckert... Zähne sind enorm hart, der härteste Körperteil. Ich bin verunsichert, als könnte ich was nicht, was ich schon konnte. Mach ich das richtig, mach ich das falsch, als hätte ich das falsche Gerät? Kann mal jemand anders weitermachen? Ich habe das Gefühl, ich bräuchte Hilfe. Gut dass Ihr da seid, sonst hätte ich das Gefühl, ich mach es nicht richtig. Erinnert mich an Salz vom Meer, was dann auf den Steinen liegt, das grobe Meersalz.

Was bedeutet Grotte?

Man ist wie in einer Kirche, eine erstarrte Welt.

Erzähl von erstarrter Welt!

Nichts bewegt sich wirklich, so pittoresk, unwirklich, tot, auch unlebendig, wie Tropfsteine, die nach unten fallen, statt dass sie nach oben steigen, das ist auch kalt. Unterwelt - Höhlenwelt. Es ist total kalt und draußen war es heiß. Das ist unheimlich, dass unter der Erde was ist und jemand hat zufällig den Eingang dazu gefunden. Da fragt man sich, wo man da rumläuft. Es ist modrig, kalt, unangenehm. Im Gegenteil: Das ist die verschlossene Welt, das Unsichtbare, dass wir die Bakterien nicht sehen, aber es sind überall Mikroorganismen, überall auf der Erde. Man hat auch in viertausend Meter Tiefe Bakterien gefunden, die ohne Wasser und Sauerstoff leben können. Sie beziehen ihre Energie aus den Steinen, mit denen sie leben, wahrscheinlich aus der Strahlung und dem Kristallwasser.

Diese Bakterien haben einen Vermehrungszyklus von tausend Jahren, eine völlig andere Zeitdimension zu uns Menschen.

Als Kind suchten wir Steine im Sommer in den Bergen, ein Wunder, dass da mal Meerestiere in den Dolomiten waren. Man dachte, man hätte den Schatz gefunden, den man schon lange gesucht hat.

Wie wenn man was Tolles finden würde, wie wenn ich einmal die seltene blaue Mauritius Briefmarke finden könnte.

Dass man was ganz kleines finden könnte, was sich einem eröffnen könnte. Die kindliche Vorstellung: man hätte einen Schatz gefunden.

Was bedeutet das?

Das bedeutet ganz viel Glück. Man ist der Glückliche, der den ganz besonderen Wert findet. Als Kind haben wir gegraben und gegraben. Das bedeutet, man ist der Auserwählte und hat die blaue Mauritius gefunden. Es leuchtet, was nur einem zu teil wird, ein tiefes Geheimnis, eine Erlösung. Dann würde ich ganz viel Gutes in die Welt bringen können, das ist schon ein Erlösungsgedanke.

Was ist Erlösung?

Wenn man ganz vielen Menschen helfen kann. Ich kann nicht genau arbeiten! Ich mach es nicht richtig, ich muss mich absichern... fühle mich unsicher! Ich fühle mich unsicher, instabil, zersplittert in 1000 Stückchen. Hart und weich - es ist angenehmer weil es jetzt mehr fließt. Es ist wie ein Strudel, der nach unten zieht, ein Wasserwirbel, oder Tornados, die haben auch so einen Wirbel. Das ist eine Riesenkraft, wenn sie denn kommen, man schafft es gerade, sich zu schützen. Naturgewalten, die haben alle so eine Größe, es reißt einen mit, es hat ganz viel Kraft wenn man drin ist.

Was bedeutet das Suchen nach einem besonderen Stein?

Die Zeit vergisst man, nur dass man das Seltene findet. Man hat Glück, das Seltene zu finden. Das innere Gefühl, wo es ganz leicht ist, wie ein Tanz. Dann ist das Leben ohne Anstrengung, wie eine hohe Kunst mit hoher Leichtigkeit, dass alles ganz leicht ist, dass sich alle nicht mehr so abmühen müssen.

Die Suche gibt dem Leben die Richtung, das Ziel. Wenn man das gefunden hat, kann man was retten! Wie bei Momo, wenn man das findet. kann man was erlösen, was retten. Ich denke immer an Meer, Wellen, Kalksteinfelsen in Rügen, da fahren viele Leute gerne hin. Komisch, dass da plötzlich so ein weißer Berg steht, wie so eine weiße Wand, dass die ganz leicht zu bearbeiten wäre, man kann leicht was reinkratzen, keine feste Wand.

Romantische Geschichten kommen mir. Die transsibirische Eisenbahn fährt durch archaische Landschaften, das ist nicht bequem, sondern holprig und beschwerlich, das wäre nicht mein Traum. Ich fühle mich wie in einer anderen Zeit unterwegs - in einer Zeitreise - wie die Leute früher den Luxus hatten, das machen konnten, wie konserviertes Altes.

Was bedeutet konserviertes Altes?

Oma hatte 300 Marmeladen im Keller, für den Fall, wenn der Krieg kommt. Wenn man nicht in der Zeit jetzt lebt. Es nützt einem nichts, denn wenn der Krieg jetzt kommt, der sieht anders aus als damals. Fukushima: Einige alte Menschen haben es nicht in den Lagern ausgehalten und sind in ihre Häuser zurückgegangen. Sie wollen lieber da sterben, als in was Neues gehen. Ich fühle mich zwischen Unsicherheit und Multitasking!

Was ist das?

Viele Dinge auf einmal können. Ich habe wieder komische Erlöser-Gedanken... wenn man was finden würde, dann wäre alles gut. Weint beim Lachen! Es erscheint alles so absurd, solch ein hohes Ziel, zwei ganz auseinander liegende Geschichten. Das Unsichere, es ist ganz bröckelig, und dann doch, wie wenn man was Einmaliges finden würde. Ich habe das Gefühl von einem hohen Ideal. Ich könnte jetzt Pläne schmieden, wie könnten wir das Besondere herausfinden. Das Gefühl, wie wenn man eine ganz große Aufgabe hätte, sehr hoch, ganz was Besonderes. Als ob man eine Aufgabe lösen könnte, eine die ganz schwierig ist, die man aber ganz leicht hinkriegen kann. Als wenn man alles loslassen kann - ein inneres Wissen...der Intuition folgend...

Ein Gefühl wie so ein meditierender Yogi, die dann selbst ihr Herz anhalten können. Ein Gefühl, wie so was nicht Machbares, wie durch das Nadelöhr gehen. den inneren Schweinehund überwinden, vom Weltlichen loslassen können.

Was bedeutet loslassen?

Wie aus großer Höhe zu fallen, ohne Angst. Ich springe jetzt und man ist voll überzeugt, dass das das richtige ist. Von der Höhe in die Tiefe springend, fast fliegend. Etwas in sich überwinden. Innerlich fühle ich mich ganz ruhig, gefasst, als könnte man zusammen beschließen, man ging auf eine Expedition, was zu machen. Das Gefühl, eine fast unmögliche Aufgabe gefasst anzugehen, aber nicht illusorisch, es hat auch was ganz Bodenständiges. Menschen, die in Paniksituationen klaren Geistes reagieren, den Überblick über die Situation haben. Das Gefühl, fast wie so ein Vogel, der so ganz majestätisch fliegen kann, wie ein Adler, der hat so eine Würde. Es macht Durst, aber nicht auf Wasser, ich könnte eher einen Prosecco trinken. Ich habe es jetzt echt im Griff.

Was ist das für ein Gefühl?

Man schafft gut was alleine, man kann auch noch jemanden mitnehmen, man kann auch Menschen führen, so wie ein Nato-Befehlshaber.

Wie empfindet der?

Er empfindet sich souverän, große Aufgaben zu lösen, schon in Situationen, die spitz auf Knopf sind, aber nicht aus einem Machtanspruch, sondern aus Souveränität. Es ist eine schwierige Aufgabe, wo es um Leben und Tod geht.

Diese Menschen wissen Dinge, die nicht alle wissen, haben andere Informationen, können Lagen besser einschätzen.

Was ist, wenn man was weiß, was andere nicht wissen?

Das gibt einem Macht, aber man hat einen besseren Überblick, Man kann Dinge anders einschätzen. Ein sehr gutes Gefühl, wenn man viel zu sagen hat. Ein guter Führer, jemand, der den Weg raus aus der besonderen Lage findet.

Hart und weich - im Dualismus ist beides möglich! Wenn ich das nicht aus Machtanspruch mache, sondern aus dem Wissen heraus, dann hat das was Hingewandtes. Der klare Blick, der Überblick. Wie wenn man ein ganzes Volk in ein gutes Land führen könnte, da gibt es gutes Essen, da geht es den Leuten gut. Niemand, den man stürzen würde, wo es nicht so Rebellen hervorbringen würde. Eine große Aufgabe, Arbeit macht nichts aus. Man ist in einer angenehmen Ruhe, wie ein Buddha unter einem Baum. Da ist ein inneres Wissen, wo man Verführungen widerstehen kann. Diese Siddharta-Geschichte. Es fühlt sich ruhig und besonnen an, mit einer Überschaubarkeit von Dingen und Wissen, was andere nicht wissen. Nicht mit hohem Anspruch, da hat man schon was erreicht, man muss nicht noch wo hin, man hat schon was erreicht. Es hat nichts mit Ehrgeiz und viel Arbeit zu tun, man scheut die Arbeit nicht...Die Person weiß mehr als die anderen, ein guter Lehrer einfach.
 
C 3 Verreibung
 
Jeder will die Führung übernehmen, selbst die Uhr stellen.
 
Ich fühle mich ruhig, still, wie eine Andacht, mehr als Meditation, Hingabe, man ist auf sich zentriert. Die Hingabe ist gerichtet auf ein höheres Prinzip, auf einen höheren Anspruch.

Die Augen tun weh, brennen, als ob sie nach hinten in Höhlen reingingen, zurückgehen in die Höhlen, nach hinten gehen, nach innen gehen. Ich muss lachen.

Das Lachen ist von innen heraus, nicht Freude, nicht Lust, das ist nur Sein.

Was meint ‚Sein'?

Es fühlt sich so gar nicht an, ein schwieriges Gefühl, es geht nicht um Wissen, nicht um Lustiges. Das ist Lachen aus dem Sein heraus, ruhig, souverän, diese Ruhe in der man ist, man ist überrascht, ah. Man ist jenseits jeder Wertung, versus erschreckt, erschreckt ist nicht wirklich präsent. Wirklich präsent ist man ganz schnell fertig damit.
 
Die Sonne, hab ich in der Mitte, hier. Licht, hell, leuchtend, immer da, die andere Seite der Dunkelheit, tief, sehr tief, sehr schwer, bedrückend, lähmend. Ich spüre das in den Beinen und Füssen, sie sind wie gestaut, schwer, die ziehen so zusammen, sie werden dadurch fest, unbeweglich.

Füße so stark spürbar, ganz mit dem Boden verbunden. Die Füße sind das ehrlichste Körperteil des Menschen, sie sind mit der Erde verbunden, wir können sie nicht verstellen. Darum schauen die Frauen so auf die Füße, kaufen sich so viele Schuhe, um sie zu schmücken.

Es gibt Fußpflaster, die enthalten Turmalinpulver. Der Turmalin zieht das Negative raus, er hat ja Zugkräfte. Ich fühle eine Sogwirkung, der Strudel der nach unten zieht, aber das geht in die Spiralbewegung über. Die Spirale bewegt sich drehend, nach oben oder nach unten.

Mehr über die Spiralbewegung!

Die Bewegung, die kann nicht aus, sie ist gebunden an die Drehung, sie kann nicht ausscheren. Die Bewegung kann nicht in die Gerade gehen, gebunden ist festgehalten = ist fixiert = ist unbeweglich = ist statisch = ist beständig = ist ewig = ewig ist immer. Immer ist unendlich und fortwährend. So wie die Homöopathie: sie ist ewig. Spiralbewegung, kein Anfang und kein Ende. Unendlich weit weg, unserem Zugriff entzogen, ist nicht nötig, aber es bleibt. Es gibt Sicherheit, Ruhe, Lachen, Gewissheit.
 
Oh jetzt wird es krümelig, unruhig, die Harmonie geht flöten. Es ist, wie wenn sich vor einem Unwetter was kräuselt, es krubbelt so zusammen, kribbelt, krabbelt, knirscht so wie Zähneknirschen. Es macht innerlich unruhig das Krubbeln und Zähneknirschen, es ist was falsch, erschreckend nicht überrascht. Es beinhaltet beides, jetzt hart abgehend, es wird schwer, bisher war alles leicht.

Wie ist das?

Sturm, es kommt Ungeduld auf, Unruhe, merkt ihrs am Scharren? Die Souveränität stoppt, Ungeduld, komischer Geschmack, Zunge trocken, wie Mundgeruch, nur das Gefühl von Aufstoßen, scharf, es ist bröckelig, unruhig. Es fehlt was, Mangel, ein Mangel an Harmonie im Topf hier, es wurschtelt, krubbelt so (Handbewegung: macht Hand auf und zu, einen Finger nach dem anderen, wie Greifen.)

Was ist krubbelt?

Es ist nicht glatt, das Gegenteil von glatt, glatt ist Kristall, edel. Krubbel ist da Gegenteil von glatt. Geschmack wie Seife im Mund igitt, wie in Seife gebissen. Ich fühle mich provoziert, kess, frech, krubbelig, instabil.

Was ist instabil, provoziert?

Aus einer bestimmten Stimmung raus zu gehen, aus der guten Stimmung. Sich berühren zu lassen, ist provozieren, sich aufbrechen zu lassen, aus der Statik raus zu kommen. Es wechselt, es geht aus der heiligen Stimmung raus, Instabilität, dadurch überbeweglich, hypermobile Gelenke.

Mehr über provoziert!

Aus der Ruhe heraus, den Überblick verloren, zänkisch, ich fühle Provokation, (Handbewegung wie schnappende Hand.) Ich überlege, wie ich euch provozieren kann, ihr seid so statisch. Die Füße fühlen sich an wie restless legs, unruhige Beine, sind ganz kribbelig. Es ist zu statisch, das möchte ich bewegen.

Mehr!

Ich habe eine Sprechstörung, meine Worte gehen nicht gut über die Lippen, als ob du das was du sagen willst, aber es nicht richtig rausbringst. Sprache verwaschen, unruhig, krubbelig. Das Zeug hier drinnen ist nicht mehr ruhig, da wird was zusammen gehalten, sonst würde es auseinander fallen.
Ich habe Lust zu Provokation, es auseinander fallen zu lassen, den Mörser über den Tisch fliegen zu lassen, zu zerstören, die heilige Handlung zu durchbrechen.

Bild?

Die jungen Jugendlichen, halb die Hose am Boden, müssen provozieren. Ich springe nicht drauf an, gehe nicht mit, bleibe in dem Gegenpol, ich habe keine Lust so angepasst zu sein, wie die Japaner. Ihr sitz da so statisch rum, wie eine geistige Diktatur, die Japaner als Volk. Ich will aufrütteln, dass alle wach werden.

Körperlich!

Die Füße sind dick, warm und heiß, eine komische Empfindung, wie gestaut und geschwollen, aber es ist nur die Empfindung. Es zieht bis in die Knie.

Sie lächelt provokant.

Ihr seid wie der Computer, der ist ja eingefroren, warum reagiert der gar nicht, normalerweise würde der ausschalten, er ist komisch festgehalten, er geht normal immer auf sleep.

Mehr über festgehalten, auf sleep!

Komisch euer Innehalten, Festhalten, so unbeweglich sitzt ihr da, wie Ölgötzen. Starre, Alzheimer, verwaschene Sprache, sich nicht richtig ausdrücken können. So darf es nicht enden, in diesem Kribbeligen.
 
Den Stein müssen wir noch zur C4 verreiben, der ist nicht fertig, der wird so nicht fertig, der hat noch eine andere Ebene, die ist noch nicht da, die krieg ich auch nicht.

Er ist aufgebrochen, aber noch nicht ganz da. Er schreit, ich brauch noch was, da fehlt noch was, es wird zwar harmonischer, als ob er Ruhe gibt.
 
Die blaue Mauritius, die ist noch da drin im Stein.

Der Sonnenstein verbindet mit den hintersten Galaxien, ich bin nicht fertig, sagt er, es ist noch nicht zu Ende. Wir brauchen die C5, noch 2 größere Schritte. Das Geheimnis ist nichts Geheimnisvolles, es hat irgendeinen Grund, irgendeine Beziehung zu dieser Welt.

Er ist zufrieden, friedlich, die Botschaft ist durch, du kannst dich zur Ruhe setzen, er ist wieder friedlich, ganz friedlich. Vorher war Sturm, Unruhe, Gewitter. Sturm zeigt das, was aus den geistigen Welten runterkommen will, er wollte uns was sagen, das war die Message, das ist es.

Für einen Stein ist es unglaublich aufregend aufgebrochen zu werden, ein männlicher Zerstörungsakt, es hat ihn sehr erregt.

 
Wir beschließen, die nächsten beiden Verreibungsstufen in gleicher Besetzung zu verreiben. Immer wieder müssen wir den Termin verschieben, bis er allen passt. Am nächsten Tag ist der Geburtstag einer Verreiberin.

Wir teilen diesmal die Verreibungen in drei verschiedene Teile auf und wechseln alle zwanzig Minuten.
 
Verreibung C4 und C5, Montag 25.07.2011

Es gelingt ein ganz präzises Abmessen des Mittels, das heißt, Er will auch verrieben werden!
 
C 4 Verreibung, 1.Teil
 
Ich musste nachrechnen. Die Zeit ist ein künstlicher Rhythmus, jeder hat einen individuellen Rhythmus, wenn wir keine Zeit hätten, dann würde jeder seinen eigenen Rhythmus leben. Wäre das dann? Chaos? Man weiß es nicht! Die Krankheit der Zeit ist, dass jeder nur noch sich selber sieht, das Ego. So werden alle schön für dumm gehalten, wie sich die alten fetten Bonzen bereichern, wie im alten Rom, Brot und Spiele sind wichtig, um das Volk ruhig zu halten.
 
Der Stein und die Verreibung wollten reifen, ein Reifeprozess sollte geschehen.

Was ist reifen?

Das ist auf jeden Fall Erfahrungen machen, durch die Erfahrung zu wachsen und älter zu werden. Das hat viel mit unserem Leben zu tun... Reifen ist der immanente Prozess im Leben...Nur die Edelsteine in Farben und Strukturen sind die Blüten des Steinreiches, wir brechen quasi die Samen raus.  Du musst sie wie eine Nuss brechen, da kommt der Samen raus. Der Stein ist in seiner Bedeutung noch tiefer als die Pflanzen, er ist noch vor den Pflanzen da gewesen, hat mit seinen Mineralien die Pflanzenwelt erst ermöglicht.

Wie siehst Du den Stein?

Er hat eine braune Schale und einen gelben Kern, schemenhaft im Nebel...

Was ist das innere Bild?

Er verdichtet sich innen, innen kommt mehr Sonne raus und draußen ist auch die Schale...

Erzähl mehr über diesen Prozess?

Außen die Schale innen die Sonne, ein Lichtprozess.

Mehr über Lichtprozess!

Nach dem Reifen kommt der Lichtprozess, die Frucht des Reifens, ein ewiges Weitergeben.
Mehr über Lichtprozess! Alles ist in einen ewigen Prozess eingebunden und miteinander verbunden. Schale = Abkapselung, Individuum, Trennung von allem. Licht = mit allem verschmelzen.

Das Individuum löst sich im Prozess wieder auf, indem es stirbt. Der Prozess heißt weitergehen! Dazu leben wir ja, dass wir irgendwann wieder verschwinden und dazwischen Aufgaben erledigen. Wir wissen noch nicht...

Alles wird umgeformt, von Materie in Information. Umformen! Von materieller zu geistiger Gestalt, das Materielle verschwindet und das Geistige erscheint.
 
C 4 Verreibung,  2.Teil

Wie kam jemand auf die Idee, Mittel so herzustellen, Materie zu vergeistigen? Es war schon immer ein Apotheker-Vorgang, so Substanzen und Kräuter aufzuschließen. Hahnemann hat zuerst nur die Mineralien verrieben. Aus der Pflanze hat er ursprünglich den Saft genommen und dann gelöst, bei den nichtlöslichen Substanzen hat er es aufschließen müssen, es zerstören müssen, um es aufzuschließen. Ihm fiel das einfach zu aus seinem Suchen heraus, aus seinem Reifen heraus, aus der Verreibung ist er auf die Q-Potenzen gekommen, das war auch ein Reifen des Alters.

Was ist Verreiben?

Verreiben = Zerstören und Auflösen von Formen, Auflösen von Zusammenhängen und chemischen Kristallen.

Wer ist der Mensch, der diesen Stein braucht?

Jemand der weitergehen möchte, ein Suchender, jemand, der nicht weiter weiß, jemand, der nicht findet. Wenn jemand weiß im Berg ist eine Höhle, aber er findet den Eingang nicht. Jemand, der keinen Zugang zu etwas hat...

Wie fühlt sich der?

Der ist verzweifelt, irrt herum, er sieht viele Wege, keinen geraden Weg, ist hilflos, alleine und doch weiß er, dass er das finden muss, des gibt nur den einen Weg. Er geht immer den falschen Weg - so lange er nicht den richtigen findet. Mir fällt gerade Franz von Assisi ein, der ging einen ganz eigenen Weg, auf der Suche nach dem Licht. Franz von Assisi: Sonnengesang, der Bezug zur Natur, er soll die Sprache der Tiere verstanden haben.

Ich sehe das Bild: Alle haben die Hände Richtung Himmel gewendet, hin zum Licht.

Franz von Assisi fand das Licht überall und hat es überall gesucht. Man könnte sich verbrennen, grelles Licht, es kann einen täuschen, man muss genau hingucken, dass man das wahre Licht findet, wir sind auf der Suche nach dem Licht!

Das Licht?

Es wird einem was verschlossen bleiben. Da ist was besonderes, aber wie soll man da hinkommen? Wie jemand der viel reist und etwas sucht, aber nicht findet. Aber den Zugang gibt es nicht, als ob man vor einer verschlossenen Türe steht. Man möchte dahinter kommen und weiß nicht wie es geht.

Da ist ein Gefühl des Mangels, was brauche ich, um da hinter die Türe zu kommen. Da steckt eine Verzweiflung dahinter. Das ist unser ganzes Leben, wir suchen immer weiter, wir suchen immer nach der verschlossenen Tür. Man könnte sagen, das Leben ist schön, aber das langt uns ja allen nicht, auch wenn wir zufrieden sind.

Das ist ein Katalysator-Mittel für einen Menschen auf der Suche, was auch immer jemand suchen mag.
Vielleicht ist das Licht dahinter für jeden was anderes, die nächste Bewusstseinsebene zu erreichen, wie über einen Pass zu kommen, oder eine Prüfung zu schaffen.

Erzähl von Prüfung!

Prüfung = ich muss was können, damit ich es bestehe, muss mein Wissen anwenden. Was ist eine Prüfung?

Die Kunst zu zeigen, es anzuwenden, etwas verstanden zu haben. Wie beim Führerschein und danach darf ich fahren...

Eine Bestätigung gibt man sich in jeder Prüfung selber, nicht der Prüfer. Du musst es selber lernen in dir, wissen, dass du es kannst. Was ist dasselbe von Prüfung und Pass? Mit großer Anstrengung zum Gipfel und dann hast du es geschafft.
 
C 4 Verreibung, 3.Teil

Ein Gefühl von Vollendung, Kristalle sind die Blüten des Mineralreiches. Wie bei einer Klassifizierung der Pflanzen, Blütenpflanzen drücken etwas Bestimmtes aus, die Koniferen nähern sich dem Mineralreich.

Blüte, das ist ein schöner Ausdruck. Turmalin als Blütenstein der Vielfalt.

Schönheit, Blüte, es öffnet sich was, was vorher verschlossen war. Die Schönheit ist innen verschlossen. Sie kristallisieren Schönheit aus sich selbst heraus.

Was heißt Krist-all, Krystallos?

Definition in Wiktionary: Seit dem 11. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: kristal, kristalle; althochdeutsch: cristalla; von gleichbedeutend lateinisch: crystallus entlehnt; aus griechisch: κρýσταλλος (krýstallos) = Eis, Bergkristall; zu κρýος (krýos) = Eiskälte, Frost. Eis ist Wasser in einem veränderten Aggregatszustand. (Handbewegung: Auf und zu Hand-Bewegungen), analog wie bei der Blüte, Knospe, innen ist die Sonne versteckt und dennoch ist sie außen. Zwecklos, nur schön. Schönheit zur Attraktion bei Menschen. Eine Blume kann sich nicht bewegen oder entfernen, es langt auch mal der Wind, um zu bestäuben. Gottgegeben, Geschenk der Natur, Licht scheint durch. Die Sonne scheint durch die Steine durch. Durch das Öffnen versuchen wir es zu verstehen, das Sonnenwesen in dem Stein zu verstehen. Wir müssen immer versuchen zu verstehen:
Im Indigolith das Wasser
im Schwarzen Turmalin den Schatten, das Tier
im Chromturmalin das Chrom als mineralisches, glänzendes
im Wassermelonen das Pflanzenreich
im Dravit die Sonne, das Licht gebunden im Stein.

 
Das Karma der Menschen ist eingeschlossen im Knochen, der ist auch Mineral. In tiefster Verdichtung ist das Licht.

Es geht um das Licht versus Schatten. Der Schörl steht dem Dravit gegenüber. Alles das war eingeschlossen.
Dravit ist der Letzte.

Ohne Schatten kein Licht. Jetzt sind wir beim Licht...

Was hast du uns zu sagen?

Reifung, Alter, Aufschließen, Pässe, Prüfungen bestehen. Es zieht nach innen rein, es hat Rhythmus, es ist eine leise Musik, schwer zu verstehen. Der Sonnengesang von Franziskus.
 
C 5 Verreibung, 1.Teil

Was ist das Geheimnis?

Jeder glaubte, den Stein der Weisen gefunden zu haben.
Die freien Christen: es ist ein Ros entsprungen und sich aufmachen zum Licht. Das bedeutet, ich mache mich auf zum Freien Geiste. Das ist wie an einer Schwelle innehalten.
Was ist das Wort Innen und Halten?
Die Zwerge als mystische Gestalten wohnen im Kristallreich.
Es gelingt ein ganz präzises Abmessen des Mittels, das heißt, Er will auch verrieben werden!
Mehr zu der Stein will auch!
Dieser Prozess, dass wir eine so lange Zeit gewartet haben, dass er noch reifen sollte. Was ist reifen?
Reifen ist die Aufgabe! Nur über das Reifen geht es weiter... Ausreifung = Vollendung.
Das was eine Substanz oder hier der Stein als seine Aufgabe erreichen kann, eben auch in seiner Erfahrung.
Reifen ist immer der Prozess, dass ich was weitergeben kann, dass ich im Weitergeben einen Teil von mir hergebe, um was am Laufen zu halten. Reifen ist auch alt werden! Heute will keiner mehr gehen, man will nur jung bleiben
man bleibt infantil, wie bei „Deutschland sucht den Superstar".
 
Der Stein gibt die Reife an uns weiter.

Welche Reife?

Wir gehen zart mit ihm um.

Um welche Reife handelt es sich?

Reifen ist sich selbst finden, alles und nichts, mehr gibt es nicht. Das ist sicher ein beglückendes Gefühl, sich selbst zu finden. Wer kann sich schon selbst finden - das muss eine Art Erlösung sein.

Wie geht das?

Sich selbst finden = Erlösung = Auflösung. Das Christliche Mysterium, die Wiedergeburt. Mit dem Ostermysterium erschien der physische Ätherleib, der Wassermelonenturmalin und mit dem Pfingstereignis der Dravit, das Sonnenereignis. Wir haben unbewusst unsere Gläser vertauscht, wir wollten miteinander trinken...

Was bedeutet unsere Dreiteilung der Verreibung?

Marions Geburtstag: Sommer, Sonne, Feiertag.

Gold fließt rein (HG: Hände ausgestreckt nach oben), wie wenn Gold reinfließt, sehr geöffnet, wie wenn das offen wäre und es könnte Licht reinfließen. Wie eine Öffnung zum Höheren hin.

Meditare = in die Mitte gehen. Wenn ich die Hände ausstrecke ist der Bauch in der Mitte, es heißt ja nicht umsonst Bauchgefühl. Die Frucht ausreifen, das Kind ausreifen, in der Mitte im Bauch. Man sagt, hör auf Deinen Bauch, wenn Du Dich entscheidest, sich mittig machen.
 

C 5 Verreibung,  2.Teil

Was geben wir den Kindern zum Ausreifen mit?

Dieses Ausreifen, dieses Weitergeben, ist die große Aufgabe der Frau.

Was ist die Aufgabe des Ausreifens?

Das biblische Thema: Der Baum im Paradies mit dem reifen Apfel zur Verführung. Was bedeutet der reife Apfel?

Die Verführung durch die wohlschmeckende Frucht, die reife Frucht zu probieren. Obwohl es verboten ist, ist das verführende Prinzip mächtiger, die Illusion. Die Verführung = Ich schere mich um kein Gesetz. Man ist so verhaftet mit der Idee, dass es zum Licht geht.
 
Viele Fragen wirft der Dravit auf...die echten Fragen sind keine Fragen sondern Antworten...es gibt keine Antworten, sondern nur die Frage. Dass ich überhaupt die Frage bilde, ist das Entscheidende, jede Antwort wäre eine Dezimierung der Frage. Es ist da das Gefühl, das Wesentliche ist nicht erkannt, man muss schauen, dass man nicht auf dem Thema hängen bleibt.

Da gibt es noch was, da gibt es Einsprünge, wie kaputtes Glas, wie wenn was zerbricht, wie so Adern, Zeichnungen, wie wenn was eingeschlossen ist, wie ein Flussverlauf.

Wie ist das?

Gefäße, Gefäßsystem von Menschen, Venen, Arterien, das Blut rauscht durch, findet seinen Weg, ein Kreislauf, das Herz, Herzmittel, das Gold, die Kraft, der Motor, der Bauch ist irgendwo halt, wird auch mit versorgt.
 
Das Bild, wie die Gefäße im Menschen verlaufen und das Herz ist das zentrale Organ. Jemand, der ein Herzproblem hat, wenn Gefäße sich verschließen, Herzschwäche, verkalkte Gefäße, dann sind die Adern dicht, das ist etwas Versteinerndes, was keinen Fluss hat.

Was sind Einsprünge?

Wie wenn ein Glas zerbrochen ist, aber nicht zerfällt, es hält gerade noch, es ist zerbrechlich, der nächste Moment, und es könnte zerplatzen, es ist sehr fragil. Was bedeutet fragil?

Wenn etwas leicht zerbrechen kann, wie wenn was zerspringt, aber es ist durchsichtig, es ist wie Splitter.

Splitter?

Sie haben scharfe Ecken, sind schneidend, können wo reinkommen, verletzen, es eitert, das kann man schwer anfassen.

Jetzt kommt das Gefühl, wir sind über den Pass gekommen. Vorher war es immer, wie kommen wir hoch über den Berg und jetzt sind wir drüber. Es ist eine andere Energie die C 5 als die C 4, viel mehr Materie eigentlich so, vielleicht auch ernüchternd. Denn den einen Pass haben wir geschafft, der nächste kommt wieder. Erschöpfung von einem langen Weg, wie nach einer langen Wanderung: Muskelkater, möchtest Dich hinlegen, du brauchst einen warmen Ofen, was zu essen und trinken, total durchgearbeitet.

Burn Out! Man hat den großen Weg geschafft, ganz viel gearbeitet, ist über die eigenen Grenzen gegangen, jetzt braucht man Hilfe. Das ist typisch für Geschäftsmänner, die was bewegt haben, die dann legitim krank werden dürfen, schon wieder wie anerkannt.

In der Gesellschaft gilt, Depression ist verboten

Burn Out = in der Gesellschaft erlaubt, man ist so über die Grenzen gegangen. Depression = Versagen.

Burn Out = ich habe es geschafft, es ist ein hoher Preis gewesen, die eigene innere Grenze wurde überschritten, Ich habe es auf Kosten von ganz viel Kraft geschafft.

Eigentlich wäre das Mittel der Innenpass, das Mittel ist die Wandlung vom Außenpass in den Innenpass.
So wie wir jetzt die C 5 machen.

Warum gehen wir über die Grenze, die wir sonst immer haben?

Es sind höhere Ziele.

Was bedeutet höhere Ziele?

Wir haben einen guten Führer gehabt...der hat sich wie verausgabt für die eigene Idee...Ein guter Führer führt von außen nach innen.

Da gibt es was, was Du nicht siehst, da wo ich nicht hingeguckt habe, ich war mit dem einen so beschäftigt, konnte das andere nicht sehen. ‚Ich Narr vergaß die Zauberdinge'.

Burn out: Die Leute kommen in die Depression, sie sehen noch den äußeren Zusammenhang, es fehlt ihnen die Reife, wie Kinder wenn du keine inneren Zusammenhänge mehr erkennen kannst.

Wann kommt die Depression?

Wenn eine große Enttäuschung da ist.
 
C 5 Verreibung, 3. Teil

Wenn die Sonne so heiß ist, verbrennen wir.

Kraft Stärke Power Energie Macht, wow!

Machtvoll, so stark, bersten vor Energie, aufbrechen im Sinne von bersten, kein sanftes Brechen sondern ein kraftvolles.

Gewalt über Menschen, über Systeme, atemberaubende Gewalt, Kraft, Festigkeit, nichts harmloses, zerstörerisch, Widerstand, verheerend, Apokalypse, Tsunami, Naturgewalt, Rache. Sorgen, Ende, Kummer, schmerzhaft.

Was haben wir da gemacht?

Im Einklang sein, der eine Klang. Das erinnert mich an dieses Schrille, Schreie, Verzweiflung, Ende in der Apokalypse, Chaos, kein Pass, sondern Ende, weiter geht es nicht, that`s it. Weiter können wir nicht schauen... das Marionettentheater von Kleist, einmal durch die Unendlichkeit durch, der Kreuzungspunkt, was kommt dann, weiß ich nicht...  Der nächste Berg, die Kreuzigung, der Weg durch die Kreuzigung, nach der Kreuzung, nach dem Kreuzungspunkt, nach der Kreuzung geht es weiter...Die Kraft ist da aber anders. Es ist kraftvoll, sanfter, Strudel, ist Sog, nach außen, tief atmen, Luft, Wind, Bewegung, Leben. Liebe, empfindliches Ohr, Hören...scharf im Ohr, überempfindlich, der Gegensatz von taub. Man hört alles, unangenehm, das Universum hält.

Konstanz, Trance,  Müdigkeit, nach Innen gehen, nach innen gezogen werden, weggezogen werden, rausgezogen werden, nicht nach unten sondern nach oben, das Gegenteil von reingezogen, sowohl rein als auch raus.

Trance, tiefe Trance, Tod, aber das stimmt nicht, Tiefe, Weite, Universum.

Warum müssen wir das machen, sag warum?
Später, was ist später, Warten, Apokalypse. Schön, sehr schön, ordentlich, macht Spaß, ordentlich bis zum Ende, einverstanden. Es wird kommen, Warten, es ist ganz ordentlich, die alte Ordnung ist wieder hergestellt, es muß alles schön seine Ordnung haben. Die alte Ordnung, was immer sie ist, einmal durch den Kreuzungspunkt durch. Was wir hier machen versteht kein Mensch, das ist jenseits des Verstehens, jenseits jeglicher Empfindung. Wir sind wieder am Anfang. Den Kreuzungspunkt, den durchschreiten, dann ist doch was Anderes, das Mysterium von Golgatha verstehen. Einmal um die Welt herum, außen, eine Weltreise bringt einen weiter weg, nicht wirklich anwesend auf dieser Welt, als ob man das Innen festhalten möchte. Wir lösen die Verreibung im Mörser mit Wasser auf und trinken davon, da ist jetzt Blut drinnen, Sonnenblut.
 


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