Die Anamnese-Methode nach Rajan Sankaran

Mareen Muckenheim im Interview mit Anne Schadde


Rajan-Anne

Foto: Anne Schadde mit Rajan Sankaran

Was hat es mit der neuen Technik von Rajan Sankaran auf sich?

Der neue Weg, den Sankaran heute aufzeigt, ist das schrittweise Vorangehen in der Anamnese, da anhand der verschiedenen Ebenen der Erkrankung* der Weg bedeutend klarer geworden ist, den wir gehen können. Wir können heute besser erkennen, auf welcher Ebene die Verschreibung erfolgen sollte. Es handelt sich aber nicht nur um eine "Technik", Rajan Sankaran hat die Homöopathie bereichert durch sein fortwährendes kreatives Weiterentwickeln seiner Ideen. Er bleibt nicht stehen, sondern geht nach Hahnemanns Vorbild konstant weiter in der eigenen Entwicklung und der Entwicklung der Homöopathie. Denn nach wie vor ist es in jedem einzelnen Fall wichtig, herauszufinden: was ist das zu Heilende im Patienten. Und nichts anderes als dieses zeigt uns Sankaran mit dem was er uns lehrt: "vorurteilslos" die Schilderungen des Patienten zu hören und seine Beschwerden in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. (er sagt heute von "lokal" zu "global"). Das ist das eigentliche Kunstwerk. Denn Homöopathie ist eine HeilKUNST, wie im Organon immer wieder erwähnt. Daher kann es nicht eine Regel geben, sondern wir brauchen ein gutes Handwerkzeug und die Fähigkeit, mit dem was der Patient erzählt, wertfrei umzugehen.

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